Samstag, 28. Januar 2017

Nsima & Beouf Stroganoff

Mein Kollege aus Malawi hat heute für mich sein Nationalgericht gekocht: Nsima.

Nsima wird aus Maismehl und Wasser gekocht, indem das Mehl in gerade noch nicht kochendes Wasser geschüttelt wird, etwa 10 bis 15 Minuten gekocht, dabei oft umgerührt, und dann mit einem Holzlöffel gegen die Topfwand geschlagen wird, bis es die Konsistenz von Kartoffelbrei erreicht hat. Es werden keinerlei Gewürze zugefügt.
https://en.wikipedia.org/wiki/Nshima 
Und es schmeckt. Breiig und füllig und nahezu neutral mit einer leichten Süße, die perfekte Beilage für jedes würzige Gemüse- oder Fleischgericht.



Mein Anteil war Beouf Stroganoff für ein afrikanisch-russisches Gemeinschaftsprojekt, beides simpel, beides schmackhaft, die Möglichkeit einer guten Freundschaft war gegeben. Anstatt Mehl, habe ich zum Verdicken der Sauce Maismehl verwendet.
Wiki beschreibt es so: Zur Zubereitung werden die Filetspitzen gewürfelt und kurz in geklärter Butter bei hoher Hitze sautiert – das Fleisch muss innen noch blutig sein – und nach einer Ruhezeit mit dem sich absetzenden Fleischsaft in eine separat zubereitete Sauce aus goldgelb angebratenen Zwiebeln (oder Schalotten), Champignons und Gewürzgurken, Sauerrahm sowie Kalbsjus gegeben und kurz durchgeschwenkt. Abgeschmeckt wird mit Senf, Essig und Zitronensaft. Nach Zugabe des Fleisches zur Sauce darf die Sauce nicht mehr aufkochen, da das Fleisch zäh werden würde. Das Bœuf Stroganoff ist sofort zu servieren. 
In Malawi ißt man Nsima als kleine Kügelchen mit der rechten Hand, ein Schüsselchen mit lauwarmen Wasser zur Reinigung der Hände steht bereit. Die Beilage, das Relish wird gestippt oder in einer Aushöhlung der Kugel wie mit einem Löffel gegriffen.
Es wurde ein genüssliches völkerverbindendes Mahl.




Kommentare:

  1. https://www.youtube.com/watch?v=yQA_NZbY7JM

    Sieht aus, wie eine perfekte Kombination aus Haptik und Essens-Sinnen...

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  2. I love Stroganoff... aber warum "Stroganoff"?
    Wiki dazu:
    "Namensgeberin ist die russische Adelsfamilie Stroganow, anekdotisch zugeschrieben wird es sowohl Graf Grigorij Alexandrowitsch Stroganoff (1774–1857) als auch Graf Sergej Grigorjewitsch Stroganow, der 1923 im Pariser Exil starb.

    Über die anekdotische Entstehung des Filet Stroganoff hat Friedrich Holländer ein gleichnamiges humoristisches Couplet geschrieben."

    Auszug:
    "Und mit dem Messer, hei, juche,
    sticht Stroganoff in das Filet.
    Und kreuz und quer
    und hin und her,
    sieht gar nicht wie Filet aus mehr.
    Ohne Lücke
    haut er es in tausend Stücke
    voller Wut.
    ...
    Koch in Tränen schreit, oh je,
    wer wird essen das Haschee?
    Ist zerhackter Schmutschkinoff,
    aber kein Filet.
    Ganz zerstückelt liegts im Topf.
    Küchenbub mit rotem Kopf
    fragt, was soll damit geschehn?
    Was soll ich hinein tun noch,
    Väterchen Koch? -
    Von mir aus, was du willst, tu rein.
    Frißt doch kein Schwein.
    Ob saure Sahne, Zwiebelring,
    ob Paprika, ob Pfefferling.
    Doch als man?s auf das Feuer tut,
    jeder fragt, was riecht so gut?
    Alle Gäste kosten,
    reiben sich den Bauch, ha ha ha.
    Will ich auch, ha ha ha.
    Tu mir eins schmoren.
    So wurde Glanzstück von Suppè,
    wurde größtes Frikasse,
    wurde Stroganofffilet
    geboren."

    Ganzer Text hier:
    http://www.3diven.de/84,0,liedtexte,index,0.html

    Auf Youtube gibt's auch ein paar Videos.

    Guten Appetit!

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