Dienstag, 20. Dezember 2011

Monty Python - Das Leben des Brian


Zuhörer bei der Bergpredigt: - "Lauter!!!"

"Monty Python's life of Brian" - die Geschichte des Brian Cohen, des unehelichen Sohnes der Mandy Cohen, geboren in Bethlehem im Nachbarstall, in der selben heiligen Nacht, aber ohne Stern und ohne Engel und auch die drei Heiligen Könige nehmen ihre Geschenke wieder mit, als sie die Verwechslung bemerken. 

Ein Film über den Wahnsinn von Fundamentalismus, den Irrsinn von organisierter Religion und die grundsätzliche Schwierigkeit, sich zu verständigen. Die grandioseste Komödie, die ich kenne! Mit Ausnahme von Pasolinis Verfilmung des Matthäus Evangeliums, ist dies der einzige "Jesus"-Film, den ich gelten lasse, auch wenn es ja eigentlich kein Jesus-Film ist, sondern einer über Brian. 
Ups, jetzt hätte ich fast "Jesus Christ Superstar" vergessen! 
Natürlich kann man sich natürlich auch Mel Gibsons Machwerk in Aramäisch anschauen, wenn man mal zynisch lachen will.  

Die Tiger Lillies haben das sehr fröhliche Lied eines römischen Soldaten, der Jesus ans Kreuz nagelt und dabei viel Spaß hat, geschrieben: "Banging in the nails" = "Die Nägel reinhauen"

In Norwegen und Irland war der 1979 gedrehte Film, wegen Blasphemie, eine ganze Zeit lang verboten, was zu schwedischen Werbeplakaten mit dem Slogan, "So komisch, dass er in Norwegen verboten ist!", führte. 
Die walisische Stadt Aberystwyth hat erst dieses Jahr, 30 Jahre nach der Premiere, die erste öffentliche Vorführung des Filmes gestattet. Die jetzige Bürgermeisterin hat das organisiert, sie hat im Film Brian's Freundin Judith Iscariot gespielt.

-Zenturio (genüsslich): "KREUZIGUNG ist grausam."
-Der Alte: "Ja, aber wenigstens ist man dabei an der frischen Luft!"

Verrückterweise ist die Darstellung des historischen Judäa im Film realistischer als in den üblichen Bibelverfilmungen, Monty Python waren für ihre gründliche und genaue Vorbereitung bekannt.

"Der Nächste! Zur Kreuzigung?" - "Nein, Freispruch." - "Was?" - "Sie haben mich freigesprochen. Sie sagten, ich hätte nichts getan, also könnte ich frei ausgehen und irgendwo auf einer Insel leben." - "Oh, das ist aber nett für Dich. Dann aber nichts wie ab." - "Nein, nein, ich hab' Sie verulkt. In Wirklichkeit ist es Kreuzigung." - "Oh, ich verstehe, sehr gut, sehr gut. Nun, zur Tür hinaus ..." - "... ja, ich weiß Bescheid. Zur Tür raus, linke Reihe, jeder nur ein Kreuz."

Ursprünglich gab es noch einen Handlungsstrang mit einer fundamentalistischen zionistischen Gruppe mit ihrem Anführer Otto, der ein kleines Hitlerbärtchen trug und mit deutschem Akzent sprach. Terry Gilliam schrieb dazu: "Wir haben die Christen verärgert, jetzt ran an die Juden." ("Listen, we've alienated the Christians, let's get the Jews now.") es ist nicht ganz klar, ob diese Szenen rausgeschnitten wurden, weil sie die Geschichte verlangsamten, oder weil Selbstzensur stattfand.


-Zenturio: "Was haben wir denn da? ´Romanes Eunt Domus´? Irgendwelche Leute namens Romanes gehen das Haus?"
-Brian: "Das heißt: ´Römer, geht nach Hause.´"
-Zenturio: "Nein, das heißt es nicht. Sondern wie lautet das lateinische Wort für Römer? ... Los ... los ..."
-Brian: "Romanus!"
-Zenturio: "Geht wie?"
-Brian: "Äh ... annus."
-Zenturio: "Der Vokativ Plural von annus lautet ..."
-Brian: "Anni."
-Zenturio: "Romani ... "Eunt"? Was heißt "Eunt"?"
-Brian: "Geht ... Äh ..."
-Zenturio: "Konjugiere das Verbum "gehen"."
-Brian: "Ire ... eo ... is ... it ... imus ... itis ... eunt ..."
-Zenturio: "Somit ist eunt ...?"
-Brian: "Dritte Person Plural Indikativ Präsens... Sie gehen."
-Zenturio: "Aber "Römer, geht nach Hause" ist ein Befehl... also brauchst du..."
-Brian: "Den Imperativ!"
-Zenturio: "Und der wäre...?"
-Brian: "Aah ... i ..."
-Zenturio: "Wie viele Römer?"
-Brian: "Plural! Plural! Ite!! Ite!!"
-Zenturio: "Ite ... Domus ... was ist domus?"
-Brian: "Äh ..."
-Zenturio: "Römer, geht nach Hause. Das ist doch eine hinführende Bewegung, nicht wahr, mein Junge?"
-Brian: "Dativ?!......Brian Nein, nicht Dativ..."
-Zenturio: "... Was dann?"
-Brian: "Äh ... Akkusativ ... äh ... domum ... ad domum."
-Zenturio: "Nur gibt es eben von domus auch den ...?"
-Brian: "... Oh, den Lativ!"
-Zenturio: "Der da lautet ..."
-Brian: "Domum?"
-Zenturio: "Also ergibt das ... Romani, ite domum. Hast du das begriffen?"
-Brian: "Jawohl."
-Zenturio: "Und jetzt schreibst du das hundertmal!"
-Brian: "Jawohl. Ave Cäsar."
-Zenturio: "Ave Cäsar."
-Brian: "Jawohl."
-Zenturio: "Und wenn du bis Sonnenaufgang nicht damit fertig bist, schneid ich dir die Eier ab."

"Always look on the bright side of life", die letzte Szene des Filmes mit einem der aufmunternsten Lieder aller Zeiten:




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