Sonntag, 26. April 2015

Tiergarten - Frühsommer in Berlin 3




Der dritte unter "Sport" sortierte Ausflug in Berliner Parks führte
in den Tiergarten, und der war, da es ein Freitagvormittag war, mit nur
wenigen anderen Menschen angefüllt, aber dafür mit Unmengen Botanik. 
Ich habe gelernt, dass Bäume mit frühlingshaft weichen Nadeln Eiben
heißen, die gelben Sträucher, die keine Forsythien sind, Mahonien, und dass
es mehr Arten Grün gibt, als Sterne am Himmel oder Sandkörner am Strand.
12500 Schritte laut Schrittzähler, in der Natur, zu Fuß, mit Frischluft,
was soll nur noch aus mir werden, eine Wandersfrau?

Schöner Anblick: aufrechte schreitende, nackte, weiße Männer auf 
lichtgrüner Wiese, mit dem dichten Autoverkehr des 17. Juni im Hintergrund. 

Der Park ist auch noch mit ganz viel Kunst angereichert.
Alle möglichen Könige, Königinnen, Dichter, etc., Rousseau hat eine Säule ohne
Statue auf einer winzigen Insel, aber auch ganz grässliche Jagdszenen -
vier an der Zahl, je zwei zu beiden Enden einer breiten, aber kurzen Allee.
Deutsches Tiermorden durch die Jahrhunderte, hallali!

"Hasenhatz der Rokokozeit" von Max Baumbach 1903-04







“Fuchsjagd um 1900″ von Wilhelm Haverkamp 1904
Er hat auch die "Ringergruppe" in Rehberge gestaltet.









"Eberjagd um 1500" von Carl Begas 1904









 Altgermanische Wisentjagd von Fritz Schaper 1903-04






Und dann noch:
 Bison, liegend von Rudolf Siemering 1902
Es ist sehr klein, etwas melancholisch und steht ganz hinten
an einer Mauer, wo man es kaum finden kann.





Kommentare:

  1. Massige Tierleiber.
    Aber die "Ringergruppe" steht nicht in Ruhleben, sondern in der Rehberge.

    Ansonsten als Ideen fuer Freiluftprogramme im Tiergarten:
    den Rosengarten erkunden und Rudern gehen im Englischen Garten, mit anschliessendem Biergarten-Besuch.
    Viel Spass!

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  2. Korrigiert! Dankeschön! Natürlich Rehberge.

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  3. "mit ganz viel Kunst angereichert" finde ich unglücklich ausgedrückt.
    Armin

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  4. Gemeint ist es ironisch - auf die Jagdskulpturen bezogen.

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