Donnerstag, 13. Februar 2014

Zwischendurch


Dies ist eine Eule. 
Sie scheint eine Frage stellen zu wollen.
Welche?



Picasso mit Eule

Picasso Eule

Picasso Eule 1952

 Oder so

Ernst Jandl: Eulen

 
bist eulen?
ja
bin eulen
ja ja
sehr eulen
-
bist auch eulen?
ja
bin auch eulen
sehr eulen
ja ja
-
will aber nicht mehr eulen sein
bin schon zu lang eulen gewesen
will auch nicht mehr eulen sein
bin schon zu lang eulen gewesen
ja
mit dir da
mit dir da auch
bin nicht mehr eulen ja
bin nicht mehr eulen auch
ja ja
ja ja auch
doch wer einmal eulen war
der wird eulen bleiben immer
ja
ja ja

Kommentare:

  1. Wenn die ihre Frage in Wörtern denken könnte, würde sie nicht so urnaiv gucken können.




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  2. Das laesst mich an PICASSO's Eule denken, genial gezeichnet, siehe zB hier (kann leider keine Bilder einstellen):

    http://www.yatego.com/kunst-fuer-alle/p,51ed3ac449ec8,4cdc1c666d0e95_3,pablo-picasso-die-eule-50-x-60-kunstdruck

    Ob er sich an dieser hier inspiriert hat?
    http://www.wearbubu.com/wp-content/uploads/2011/01/picasso_eule.jpg

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  3. Toll. Setze ich noch nachträglich in den Haupttext. Dankeschön!

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  4. Finde, die Picasso-Eulen sind klar und einfach und gucken schön einfältig. Sie überraschen mich nicht.
    Die auf dem Foto aber hat eine unergründliche Naivität im Blick. Ihre Haltung ist so außerhalb meiner Seh-Erfahrung und meiner eigenen pysischen Möglichkeit. Nicht nur, weil wir die Halswirbelssäule nicht derart biegen können. Wenn wir den Kopf zu unserer Mitte legen, hat das was zu tun mit Zu sich und auch mit Abschirmen. Diese Eule ist in sich und doch nach außen. Sie scheint ohne Widerspruch . Mir fallen dazu lauter Wörter ein, die mit ur anfangen.

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    1. sorry: physisch, statt pysisch

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