Montag, 5. Juni 2017

Guy Ritchie - King Arthur

Nicht sehr viel dazu zu sagen. Unterhaltsam, trockene Dialoge, Hauptdarsteller so so, Jude Law ein guter gequälter Bösewicht und ein toller Soundtrack von Daniel Pemberton.
Rhytmus und Schnitt sind wie immer bei Ritchie großartig, doch ein Schwertkampf weniger hätte es auch getan.
Aber was mir immer wieder auf- und gefällt, ist der entspannte Machismo von Guy Ritchie. Machismo ist sicher das falsche Wort. 
Der Mann scheint sich einfach in seiner Männlichkeit wohl zu fühlen. Nicht: "ich habe den größeren", sondern: "ich bin so froh, dass ich einen habe". 
Frauen tauchen auf und müssen auch nicht in blöden Bustiers herumhüpfen, aber sie bleiben merkwürdig unscharf. Wahrscheinlich weiß er nicht so genau, wie Frauen ticken, benötigt sie aber gelegentlich für den Plot und behandelt sie dann lieber äußerst vorsichtig. Swept Away mit seiner damaligen Ehefrau Madonna ist möglicherweise deshalb sein miesester Film, weil er da versucht hat, eine "weibliche" Geschichte zu erzählen.
 
Die einzigen guten Liebesszenen bei ihm, an die ich mich erinnere, sind die, in der Tom Hardy Gerard Butler unter Tränen seine Leidenschaft gesteht, und wenn Sherlock Holmes manisch versucht die Ehe von Watson zu verhindern. Mal gucken, was er in King Arthur Teil 2 mit Guinevere anstellt.

Kommentare:

  1. Mach' mal den Bechdel-Test mit seinen Filmen... sind zwei weibliche Frauenrollen vorhanden, die einen Rollennamen haben (Vor- und Zuname, nicht Funktion) - und führen sie einen Dialog miteinander - bei dem es nicht um einen Mann geht?
    Du kennst seine Filme weit besser als ich... wie viele seiner Filme bestehen den Test?
    Es ist erstaunlich, wieviele Filme in diesem Test durchfallen... auf der Berlinale 2014 bestanden ihn drei... von 20 teilnehmenden Filmen...

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  2. Bei ihm besteht kein Film den Test. Das Erstaunliche ist nur, dass ich es ihm nicht übel nehme. Anderen schon.

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