Freitag, 30. Dezember 2022

2022

2022. 

Was für ein Jahr.

Covid und seine Folgen hat zwei meiner besseren Arbeiten verschlungen, nur wenige Vorstellungen und weg waren sie. Die ernsthafte Arbeit so vieler Menschen ist einfach verschwunden. Die Nachwelt flicht dem Mimen wahrhaftig keine Kränze. Dann habe den feindlichsten Mitarbeiter meines Lebens erlebt, das brauche ich gewiss nicht nochmal.

Aber. Aber, Proben liebe ich immer noch und ich habe wunderbare Mitstreiter kennengelernt und unter den, jetzt normalen, schwierigen Bedingungen, aufregende und produktive Stunden mit der Erforschung fremder Texte verbracht.
 
Ich habe viel gekocht und gut gegessen und meine Freunde damit gut versorgt.
 
Ein fast gleichaltriger Theaterliebender ist zu Weihnachten an den Folgen von Covid gestorben, ein anderer, etwas jünger, hat kurz zuvor sein Leben an eine Sucht verloren.
 
Meine einzige und auch Lieblingsnichte wird erstaunlich erwachsen. Was für eine Freude.
 
Meine Freundinnen sind die besten und retten regelmäßig mein Leben. Durch Zuspruch und ein Ohr, das genau zuhört. Sie sind für mich überlebensnotwendig!
 
Meine kaputte Hüfte ist ersetzt (Wunder der medizinischen Wissenschaft!) und benötigt nun sportliche Aktivität. Gottseidank kann ich im Wasser trainieren, wobei mir wieder eine Freundin hilft.
 
Und dann die Fakten unserer Welt: Die Klimakatastrophe schreitet, nein, rast voran. Russland zerbombt die Ukraine, die sich heftig wehrt und in den USA verwandelt sich die politische Bühne immer mehr in ein gräuliches, absurdes Theater des Grand Guignol. Der Rest der Welt ist auch in keinem guten Zustand.
 
2022. Was für ein Jahr.
 



 

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