Donnerstag, 26. April 2018

Kruzifix - Das Kreuz soll gegen Vampire helfen


Ich betrete einen Raum, an der Wand hängen zwei Holzleisten sich rechtwinklig kreuzend, das Kreuz ist nicht rot, nicht als medizinisch helfend definiert, aber manchmal ist es verziert mit der Figur eines dünnen Mannes mit seitwärts ausgestreckten Armen, und Beinen, die leicht seitwärts wegkippen. Was schießt mir durch den Kopf? Ja, das ist meine kulturelle Identität! Dies hier definiert mich. 

Tut es nicht. Ich bin atheistischer Jude, dass heißt, ich glaube nicht, dass ein Messias für mich gestorben ist, aber leider auch nicht, dass er demnächst oder überhaupt kommen wird. Gebt mir Stühle, ich setze mich zwischen alle.

Ich weigere mich ins Mittelalter zurückzufallen. Nur wir selbst können uns retten. Ich definiere mich über Sprache, Ängste, Gewohnheiten, Vorlieben. Niemand ist mir untergeordnet, niemand ist besser als ich. Aber auch, NIEMAND darf mir vorschreiben, was ich glaube, denke, fühle.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuz_(Christentum)

ES IST EIN KREUZ MIT DEM KREUZ:

Das bayerische Kabinett hat am Dienstag in München das Aufhängen von Kreuzen in Dienstgebäuden des Freistaats beschlossen.

Der Tagesspiegel vom 25.04.2018

SEIN KREUZCHEN MACHEN:

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte, die Kreuze sollen kein religiöses Symbol des Christentums sein. "Das Kreuz ist das grundlegende Symbol der kulturellen Identität christlich-abendländischer Prägung". Es verstoße nicht gegen das Neutralitätsgebot.  

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-04/markus-soeder-csu-kreuz-christentum-behoerden-bayern

KREUZ UND QUER:

Für den hl. Paulus hat das Kreuz einen grundlegenden Primat in der Geschichte der Menschheit; es stellt den Brennpunkt seiner Theologie dar, denn vom Kreuz reden heißt vom Heil als der jedem Geschöpf geschenkten Gnade reden. Das Thema des Kreuzes Christi wird ein wesentliches und vorrangiges Element der Verkündigung des Apostels...
Das Kreuz ist aufgrund all dessen, was es darstellt, und somit auch wegen der in ihm enthaltenen theologischen Botschaft Ärgernis und Torheit. Der Apostel sagt das mit beeindruckender Kraft, und wir tun gut daran, es uns in seinen eigenen Worten anzuhören: »Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft. Es heißt nämlich in der Schrift: Ich lasse die Weisheit der Weisen vergehen und die Klugheit der Klugen verschwinden. Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer in dieser Welt? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit entlarvt? Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloß Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten. Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit« (1 Kor 1,18–23). 

PAPST BENEDIKT XVI. GENERALAUDIENZ Mittwoch, 29. Oktober 2008

ES IM KREUZ HABEN:

Die Kreuzigung war eine im Alten Orient und in der Antike verbreitete Hinrichtungsart. Sie entwickelte sich aus dem Hängen, sollte aber anders als dieses die Todesqual möglichst verlängern. Dazu wurde eine Person an einen aufrechten Pfahl, mit oder ohne Querbalken, gefesselt oder genagelt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzigung 

ÜBER KREUZ GERATEN:

Römische Bürger durften von Rechts wegen nicht gekreuzigt werden. Je nach sozialer Stellung drohte dem Verurteilten in der Frühzeit der Felssturz, später und seltener die Enthauptung, der Freitod oder die Verbannung. Für die römische Klassenjustiz galt die Kreuzigung als schmachvoller Sklaventod, von dem römische Bürger nichts wissen wollten. So schrieb Cicero: Nomen ipsum crucis absit non modo a corpore civium Romanorum, sed etiam a cogitatione, oculis, auribus.„Was Kreuz heißt, soll nicht nur vom Leib der Bürger Roms fernbleiben, sondern auch schon von ihrer Wahrnehmung, ihren Augen und Ohren.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzigung 

DIE KIRCHE UMS KREUZ TRAGEN:


Das wohl bekannteste Abwehrmittel gegen Vampire ist Knoblauch.
Da Vampire Ausgeburten der Hölle sind, können sie Kirchen nicht besuchen und ebenfalls keine Kreuze betrachten, geschweige denn, berühren. Weihwasser ist schädlich für Vampire, wenn sie es berühren bzw. damit bespritzt werden.
Rosenkränze bilden ebenfalls ein Abwehrmittel gegen Vampire. 


http://de.vampiridia.wikia.com/wiki/Abwehrma%C3%9Fnahmen

Kommentare:

  1. Geweihte Silberkugeln sind die einzigen Mittel gegen Vampire und andere böse Geister, das WEISS man doch! Und manchmal helfen nicht mal die:

    ...Nur noch das geweihte Kreuz der Kirche bleibt stehen. Lady Sarah klammert sich verzweifelt, mit dem Buch in der Hand, an das Relikt (das Kreuz) doch der Spuk gibt nicht auf, er kommt immer näher...Unterdessen schießt John mit geweihten Silberkugeln auf Lupina doch die zeigt sich resistent gegenüber den geweihten Silbergeschossen. John kann es nicht begreifen doch Lupina lacht nur....("Sieben Siegel der Magie", John Sinclair, Band 232)

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  2. Alles nur teilweise richtig.

    Was einen Vampir abhält:
    - Knoblauch
    - ein Kreuz (manchmal... geborene Vampire können immun sein)

    Was einen Vampir verletzt:

    - Kontakt mit Weihwasser
    - begrenzter Kontakt mit UV-Licht
    - Berührung eines Kreuzes (nicht immer)
    - Knoblauch verabreichen, löst einen anaphylaktischen Schock aus
    - Verabreichung des Bluts von Toten bekommt ihnen nicht
    - Verabreichung von Eisenkrautgewächsen

    Was einen Vampir verlangsamt, wenn er einen verfolgt:

    - Kleinteiliges verschütten, Erbsen, Bohnen, etc. (Vampire leiden unter dem Zwang zählen zu müssen)

    - Netze (beispielsweise über der Tür, sie zählen auch Knoten.)

    Was einen Vampir tötet:

    - irgendwas ins Herz rammen (muss nicht geweiht sein, muss kein Kreuz sein und auch kein Holz)

    - UV Licht (Sonnenlicht oder künstlich, egal. Allerdings, es gibt Daywalker, oft rein geborene, denen so nicht beizukommen ist)

    - Silber (auch ungeweiht, als Kugel, als Silberstaub zum einatmen oder als Pflock)

    - Kopf vom Körper trennen

    - Feuer (wird diskutiert, oftmals auf getötete Vampire angewendet, allerdings auch um sie zu töten. Der Ausgang ist aber nicht immer letal.)

    Vorbeugen gegen Vampire in den eigenen vier Wänden:

    - Eintritt nicht erlauben, Vampire brauchen die Einladung, sie können sonst nicht herein

    - ob geweihter Grund sie abhält ist umstritten - manchmal

    Das Kreuz ist also nicht unbedingt die effektivste Waffe gegen die Blutsauger.

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  3. Gut, dass es Fachleute gibt. Eine Handvoll Erbsen in der Tasche können also den Unterschied zwischen Gebissen oder nicht bedeute. Ist mir auch lieber, als immer ein Kreuz herumzutragen. Und wenn der Vampir nicht christlich ist? Dankeschön für den interessanten Beitrag! Wirklich. Johanna

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  4. Vampire sind hochinteressat.
    Zum Beispiel geht "Gesundheit" sagen wenn jemand niest auf den Glauben zurück, dass Vampire einem auch mental die Lebenskraft entziehen können. Niesen wurde als Indiz gewertet, dass man von einem Vampir angegriffen wurde. "Gesundheit" zu wünschen war also eine Abwehrmaßnahme.
    Knoblauch als Abwehrmittel fußt in dem gesteigerten Geruchssinn den Menschen mit Tollwut entwickeln. Das Krankheitsbild verquickte sich mit dem Vampiraberglauben und weil die Kranken den Geruch nicht mochten galt das dann auch für Vampire.
    Bram Stokers „Dracula“ gilt als Urbuch der Vampirgeschichten. Älter ist jedoch Joseph Sheridan Le Fanu's „Carmilla“ und beruht auf einer tatsächlichen Figur, Gräfin Erzsébet Báthory. Sie trank das Blut von Jungfrauen um ihre Jugend zu erhalten.
    Der Zwang zu zählen heisst "Arithmomanie", Graf Zahl aus der Sesamstrasse beruht auf dieser zugeschriebenen Eigenschaft.
    Sie begründete zudem die Gewohnheit Reis zu werfen um Glück zu bringen.

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  5. Eva-Maria Otte hat gesagt...

    Das Christentum gehört zu meiner kulturellen Identität. Europäische Geschichte der bildenden Kunst, Musik, Literatur, Architektur ist für mich ohne Kenntnisse des Christentum nicht denkbar und nicht verstehbar.
    Aber heutzutage das christliche Kreuz in Eingangsräumen von Behörden anzubringen, ist unzulässige Indoktrination durch ein religiöses Symbol, ist eine übergriffige Grenzüberschreitung des Staates gegen das Persönlichkeitsrecht eines jeden, der diese Räume betritt, auf seine individuelle Freiheit, sich einem anderen Glauben zugehörig zu fühlen oder Atheist zu sein. Das Ganze erinnert mich ungut an die DDR mit den allgegenwärtigen Fotos der jeweils mächtigen Herren der Sowjetunion oder der DDR, als der Glaube an den Sozialismus Staatsdoktrin war, keine Abweichler duldend.

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