Dienstag, 24. April 2018

Ein Blog zum Blog

Theaterliebe - mein Blog, meine Liebe
Den ersten Bolgeintrag habe ich am 6. November 2010 geschrieben. Siebeneinhalb Jahre ist das her. Mittlerweile sind es 1927 Texte mit
1.441.502 Seitenaufrufen. Manchmal war es nur ein Gedicht, manchmal waren es längere Ergüsse. Ein ungeplanter, mich manchmal selbst überraschender Gang durch einen Garten, einen Dschungel, ein unkrautüberwuchertes Beet, eine blühende Wiese, einen mickrigen Blumentopf, also durch mein Gehirn. Manche Leser klickten nur mal kurz, andere wurden zu Mitdenkern, Unterstützern, Freunden.
Dieser Blog ist ein freier Raum für mich. Außer auf das Copyright von Zitaten und Bildern, muß ich wenig Rücksicht nehmen, kann mich gehen lassen. Zu privat soll es nicht werden und nicht absichtsvoll beleidigend, aber, und jetzt benutze ich ein Wort, dem ich gewöhnlicherweise abgeneigt bin, authentisch. Mit mir übereinstimmend, dementsprechend was ich wirklich denke. 
Angefangen habe ich mit diesem Ding, weil ich Angst bekam, eines Tages theaterverbohrt und oberflächlich zu werden. Allgemeines Meckern, ungenaues Denken, beleidigender Tunnelblick, uninformierte Ignoranz, nachlässige Respektlosigkeit, eitle Selbstgerechtigkeit, unbedachtes Verhalten, dass ich bei mir und anderen beobachtete.
Zu seinem Wort zu stehen, kann man leicht vermeiden, wenn man nur so daherquatscht. Aber einmal niedergeschrieben, ist es viel schwerer, sich nicht für das Formulierte verantwortlich zu fühlen. Da steht es, nachweisbar, zitierbar.
Ich mag das, mich zu positionieren, überprüfbar zu sein, mich exakt formulieren zu müssen.
Manchmal kommentiert niemand, aber es bleibt doch ein Gespräch, eines mit mir selbst über das, was ich denke.


Kommentare:

  1. Durch Zufall bin ich auf Ihre "Theaterliebe" gestossen und freue
    mich jedesmal über die Einträge. Machen Sie bitte weiter und ich finde es gut, daß es keinen Zwang gibt täglich etwas ins Netz zu stellen.

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  2. Danke für Ihr Interesse! Mit freundlichem Gruß, Johanna S.

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  3. Leider spinnt die Kommentarfunktion mal wieder, deshalb auf diesem Weg:

    Eva-Maria Otte hat gesagt...

    Gratulation zu Klick 1.441.502+x !
    Nee, ich warte mit meinem Glückwunsch nicht auf die nächste runde Zahl,
    möchte Dir heute sagen, wie Klasse ich Deinen Blog finde. Kaum ein
    Morgen, an dem ich nicht beim ersten Kaffee schaue, was Du uns über
    Nacht geschenkt hast. Ich mag Deine Betrachtungen zum Theater von innen
    und von unten, die immer von Deiner Liebe erzählen – egal, ob Du
    beglückt bist oder zornig. Ich mag, wie Du über den Zustand unserer
    Gesellschaft nachdenkst. Ich mag, wie Du uns auf Deine Streifzüge durch
    Kunstausstellungen mitnimmst. Ich mag, dass ich mit Dir Lyrik begegne,
    die ich sonst wohl nicht kennengelernt hätte. Ich mag, wie sorgfältig Du
    Wörtern auf den Grund gehst, den abgelutschten und den nahezu
    vergessenen. Und ich mag ganz besonders, dass Du immer wieder scheinbar
    mühelos Querverbindungen zwischen Deinen Themen findest, dass ein Aspekt
    einen anderen evoziert. Und auch, dass ich angepiekt werde, Deine Sicht
    oder meine zu begrübeln. Danke, liebe Johanna!

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