Freitag, 24. Februar 2012

Boris Michailow - Photographien Charkow 1997/98



Für "Case History", eine Gruppe von etwa 500 Bildern, photographierte Michailow zwei Jahre lang Obdachlose, Prostituierte und Trinker in seiner Heimatstadt Charkow.
 Er bezahlte die Menschen, die er photographierte. Sie posierten für ihn.
Michailow wurde im August 1938 in der Ukraine geboren.


UdSSR: Als Großer Terror wird der Zeitraum von Juli 1937 bis Mitte November 1938 verstanden. Allein in diesen Monaten kam es zur Verhaftung von etwa 1,5 Millionen Menschen, von denen etwa die Hälfte erschossen, die anderen bis auf wenige Ausnahmen in die Lager des Gulag oder in Gefängnisse verbracht wurden. 
Zur Hungerkatastrophe der 30er Jahre in der Ukraine siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Ukraine


Heute ist im regionalen Vergleich das Pro-Kopf-Einkommen der Ukraine noch gering: So beträgt das zum nominalen, jahresdurchschnittlichen Wechselkurs umgerechnete jährliche BIP pro Kopf im Jahr 2007 rund 2.200 Euro, während auf einen Einwohner des Nachbarn Polen fast 8.000 Euro kommen. Auch Russland liegt mit 6.300 Euro pro Kopf weit darüber.
Forschungsstelle Osteuropa Bremen Arbeitspapiere und Materialien


 2008
Der Koordinator der UNO System in der Ukraine Francis O`Donnell stellt fest, dass, gemäß der offiziellen Statistik, ungeachtet des ökonomischen Wachstums der Ukraine, welches seit 2000 auftritt, 28% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben.







Alle Bilder: Boris Michailow - Ohne Titel - aus der Serie Case History - 1997/98
© Boris Michailow 

Kommentare:

  1. Burkhard Ritter

    ab heute

    http://www.berlinischegalerie.de/ausstellungen/vorschau/boris-mikhailov.html

    Boris Mikhailov | Berlinische Galerie | Ihr Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Berlin

    www.berlinischegalerie.de

    Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Berlin, Fotografie, Architektur, Künstler-Archive, Dada Berlin, Neue Sachlichkeit und Osteuropäische Avantgarde.

    AntwortenLöschen
  2. Trotzdem.
    Das ist gut, dass das Trotzdem da ist, und dass Michailow es sieht.
    Das Bild der beiden Frauen, der Alten und der Schwangeren, zeigt eine sehr lange Geschichte.

    AntwortenLöschen