Montag, 21. November 2011

Der Leierschwanz und Oliver Messiaen


Ein kleiner Sperlingsvogel aus Australien ist einer der besten Geräusch-Imitatoren der Welt. Der Leierschwanz, oder lyrebird, was eigentlich Leier- oder Lyravogel hieße, buhlt um sein Weibchen, indem er die Gesänge anderer Vögel, Klänge aus seiner Umgebung, wie die der Kettensägen der Waldarbeiter, oder ihr Hämmern und sogar menschliche Stimmen in seinen Lockruf einbaut. Die Weibchen können das auch, sind aber eher "verschwiegen".

1933 brachte ein australischer Ornithologe ein Buch über die Leierschwänze heraus und ihre Gesänge wurden im Radio übertragen. Oliver Messiaen, fuhr extra nach Australien und wanderte tagelang durch den Busch, um einen der Vögel "live" zu hören. Er nutzte dann deren Klangfolgen in seinem Werk L'Oiseau-Lyre et la Ville-Fiancee = Der Leierschwanz und die Braut-Stadt. (Siehe auch FAZ vom 20.11.2011)



Kommentare:

  1. Sie fällt auf ein Abenteuer mit einer Kettensäge rein und sieht bei aufgehender Sonne den Sperling in ihrem Nest.

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