Sonntag, 11. September 2011

George Grosz - Lustmord

George Grosz, als Jack the Ripper, Selbstporträt mit Eva Peters im Studio des Künstlers
1918


Als literarische Vorlage gilt mit hoher Wahrscheinlichkeit der Groschenroman „Jack, der geheimnisvolle Mädchenmörder“ von Guido von Fels, der 1897 in Berlin erschien.

George Grosz John, der Frauenmörder 1918


George Grosz Lustmord in der Ackerstrasse. 1916/17

"Mord" aus dem Buch Ecce Homo 1915-1916, veröffentlicht 1922-1923


Kommentare:

  1. Lust - Mord; beides ist kompromisslos, absolut und in Verbindung unergründlich und faszinierend. Männer und Frauen passen nicht zusammen; ein bekanntes Klischee und im Lustmord manifestiert es sich. Die Spannung wurde durch die Tat brutal gelöst, um sich erneuert wieder aufzubauen. Er wird meist von Männern begangen. Indem ich mich als Künstler damit beschäftige, kann ich Phantasiemorde inszenieren, was nicht weniger faszinierend sein kann. In diesem Thema scheint mir viel Mensch unter der Konvention zu stecken; spannend und bedrohlich. Wenn man Berichte aus Krisengebieten der Welt hört, ist Mord, Lust - Mord eine grausame Realität, was Fragen zum sogenannten zivilisierten Menschen aufwirft. Beruhigung findet nicht statt und die Sinne werden geschärft. Der Mord, Lust - Mord begleitet den Menschen seit Urzeiten und gehört zu uns wie die Liebe.

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  2. Das Bild "Mord" aus dem Buch Ecce Homo 1915-1916, hab ich noch nie gesehen. Es sieht wie die Zeichnung eines Kindes aus. Man mag fast bezweifeln, dass es tatsächlich von Grosz stammt wenn man sich das Bild Lustmord in der Ackerstraße ansieht.

    mfG

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  3. Ist aber wirklich von Grosz - wenn Sie im MoMA Katalog gucken, werden Sie es vielleicht finden.

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